Am Start

Japan. Zwei Monate. Eine Pilgerreise. Primär zu Fuß. Einmal rund um die Insel Shikoku. 88 Tempel. Und dann weiter. 1200km+ Ein Rucksack. Auf den Rücken drückend. Vermutlich mehr als nötig bedrückend. Entzückend? Erschwernis vs. Erleichterung. Unabhängigkeit vs. Unbeschwertheit. Ein Bericht.

Alles soll digital werden. total digital. wolkig, virtualisiert und schwarmintelligent. Kulturwandel. Legacy ist old school, non digital native, non innovative – legacy ist schlecht? Was bedeutet es, einfach auszuschwärmen und in fremder Kultur zu Fuß auf Wegen zu wandeln, wo die Zeit seit Jahrhunderten stillzustehen scheint? Ist das intelligent?

„Selbstorganisation des Shikoku“ Eine Bildungsmaßnahme, eine Wallfahrt entlang der Work-Life-Balance, mit sich allein, zu sich allein. Ein Luxus. Darüber berichten? Wo ist das Ende der Sphäre, die das Private vom Veröffentlichten trennt? Ein Hook fürs Social Networking? Wozu? Für Follower, virtuelle Freunde und gezählte Klicks?
Es bleibt die Information. Als Orientierungshilfe. Was geht und was nicht.

Schritt für Schritt

Osaka-Shikoku: Tokushima-Kochi-Ehime-Kagawa, Schritt um Schritt, Provinz um Provinz, Tempel um Tempel, nach Koya-san. Von dort auf dem Kumano Kodo Pilgerweg (Kohechi und Nakahechi und Iseji ) nach Ise. Schrein um Schrein. Und dann?
Schritt für Schritt.

Tag37: Zentsueji – Takamatsu

Nicht weit entfernt vom Hotel liegt Tempel#75 Zentsuji. Eine riesige Anlage, der Geburtsort von Kukai, Kobo Daishi. Dort gibt es auch einen unbeleuchteten Tunnel unterhalb, wo man mit sich allein in der Dunkelheit Kontakt zu ihm aufnehmen können soll. Es gibt einen riesigen Kampferbaum, sehr schön und eine sehr große Buddha Figur im Haupttempel. Mir …

Tag35: Saijo – Kanonji

06:47 geht es mit dem Local Train nach Iyo-Mishima. Im Zug spricht mich ein Japaner an und fragt auch nach meinem Alter. Später als er aussteigt, bedankt er sich sogar bei mir für das Gespräch. Gestern im Supermarkt fragte mich auch ein Herr, wo ich denn herkommen würde. Ah Deutschland-West oder Ostdeutschland? Scheinbar war ihm …

Prolog

Beweggründe. Hätte. Sollte. Könnte. Würde. Machen. Disruption.

日本語 – Japanisch: Für mich noch unleserlich und unverständlich. Mühsame Mustererkennung. Kommunikation auf kleinstem gemeinsamen Nenner? Which language? Andere Sitten und Speisen. Sich einlassen.

The digital side of things. Technical feasibility.  Digital assistants. Apps. Maps for the way. GPS tracking. Communication. Translating. Reservations. Schedules. Payments. Electronic cash. Smartphone.
Documentation? For whom? Language? Style? Interactive? Social networking? Facing ideologies, the global troll community and the ever possible shitstorm? Where is my cloud? Lost in the Zuckerberg monolith? Getting hacked and spammed away? Take a legacy domain ausgelauscht.de – the name is another story – and this blog was born.

Liegen Steine im Weg, ist das nicht immer schlecht. Ist der Weg das Ziel?

Im Netz finden sich etliche Informationen, wie eine Pilgerreise nach Shikoku auszusehen hat. Da steckt man ganz schnell in der Filterblase der extrovertierten Meinungsführerschaft und wird stets mit der Frage konfrontiert – passt das Beschriebene zu mir? Gibt man den Mitläufer? Kämmt man gegen den Strich, schwimmt gegen den Strom, macht sein eigenes Ding? Und das wäre?
Gilt es denn überhaupt Widerstände zu überwinden und welcher Art? Sind die eigenen Intentionen denn klar?
Dies vor Ort, persönlich, herauszufinden zu können, es wenigstens zu versuchen, ist ein unglaublicher Luxus und zugleich Verpflichtung. Carpe diem.

Nützliche Information, z.B. beim Wanderweib helfen den Kulturschock im Vorfeld abzufedern. Und es lässt sich viel Zeit damit verbringen, zu überlegen, was denn mit muss, und was nicht. Was noch besorgt werden muss. Jedes Gramm zählt, in Summe, erklecklich. Ein neuer Rucksack mit mehr Volumen und gutem Tragekomfort muß her. Diesen gut gefüllt, kommt lupfend schnell die Erkenntnis, dass das vorhandene Übergewicht noch schwerer wiegt. Das wird sich hoffentlich beim Wandeln verwandeln.
Vorbereitet sein. Welches Wetter, welche Bedingungen sind zu erwarten? Probeläufe. Reicht die Fitness? Tragbar und ertragbar? Gut gerüstet?

Eine frühe Packliste: Schlafsack,Zelt, Isomatte, Schüssel, etwas Technik und Wechselwäsche. ..
…und das finale Packset: Rucksack, Regenjacke, Trekkingstöcke, Schlafsack, Zelt, Isomatte, Schüssel, Besteck, Thermosflasche, Akkupack, Kabelsatz, Stirnlampe, Handy, Kopfhörer, Selfiestick und Ladegerät mit Adapter; Gummiclogs, Sonnen- und Lesebrille, Osamefuda, Taschenmesser, etwas Leine, Unterwäsche, Trekkingsocken, ein Angorapulli, Rollkragenpulli, Handschuhe, Halstuch,Merino T-Shirts, ein langärmeliges Hemd und Shirt, zweite Trekkinghose, Handtuch, Rasierer und Sanitärpack, IKEA-Stoffrucksack fürs Handgepäck und Extratouren

Im Endeffekt packe ich vermutlich viel zu viel ein. Benötige ich das Campingequipment? Die Kleidung, vor allem, wenn es wärmer wird? Ich könnte mich erleichtern und die Sachen per Paket nach Hause schicken… (z.B. kostet ein 6kg Paket 4550¥ , ca. 35€) Immerhin passt alles in den Rucksack.

Fürs Warmeschönwetterwandern passt alles hinein: 12,0 kg.
Proviant, Shikoku 88 Route Guide, Reisedokumente, Nokyocho und Pilgerhut gehen extra…

Legacy – im Etappen-Dschungel

Keep smiling. Keep going.

Selbstmotivation

Wer einmal eine Reise macht…

…der macht dies immer wieder. Menschen ändern sich, Leben ändern sich, die Welt ändert sich. Nicht nur virtuell. Hinter Bildern stecken Geschichten, zeigen Geschichten, Schicht um Schicht, sind Geschichte. Erinnerungen, Abbilder des Gewesenen, manchmal des Vergangenen, manchmal eines Horizontes, den es zu erreichen und zu überschreiten gilt.

Inwieweit definiert man sich dadurch, wo man gewesen ist, wo man sein wollte, wo man hin möchte? Arbeite daran, manche Träume werden war. Dann lebe Deinen Traum und träume vom Leben? Arbeite für Dein Leben, oder lebst Du für Deine Arbeit?
Was ist möglich? Hast Du keine Wahl, oder ist die Qual der Wahl wirklich noch quälend, nachdem Du sie getroffen hast? Wenn Du glaubst oder weißt, falsch gewählt zu haben, quält dich dann die Frage nach der alternativen Wahl? Quält dich die Vergangenheit? Lernst Du aus der Vergangenheit? Aus ihren Fehlern?
Hätte. Sollte. Könnte. Würde. Machen. Einfach machen. Ist gar nicht so kompliziert.

Ein ehemaliges Reiseblog auf Travelpod ist jetzt virtuelle Vergangenheit, aber lebt hier wieder auf. Darin dokumentiert ist eine Asienreise in 2010, an die ich nun im März 2019 in gewisser Weise anknüpfen werde:

Gone to Asia – LZK goes Fernost
…das Ganze in Bildern Teil 2… …und Teil 3.

Und dann finden sich noch wahre Bilderfluten, die bereits den Sprung ins digitale Dasein in der Wolke geschafft haben. Meine Welt in Bildern. Von vergangener Glorie, pulsierenden Metropolen, Sehnsuchtszielen oder Orten, an denen die Seele ganz ganz ruhig baumeln kann…

Thailand – first touchdown in Southeastasia
Angkor und Mekong
Annapurna – in dünner Luft
Am Dach der Welt
An den Anden
Auf den Spuren der Inka
Down Under
Unter Trollen
Kollosales und Venezianisches Intermezzo
Frankreich sehenswert ist nicht nur Paris, sondern auch die Landschaft mit seinen Schlössern, der Dordogne, am besten per Fahrrad
Kroatien
Mallorquinische Impressionen
Über den Wolken Madeiras
Nationalparks, Natur und gelebtes Roadmovie
Crossing Borders
Cuba
Masuren
Antikes Lykien und Byzanz
Von Rhein und Maas und Mosel ans Meer und noch ein bisschen Meer.
Spanien – LZK Teil 2… …und Teil 3.

…und manchmal stellt man durch Zufall fest, dass ein Kreis seit langem darauf wartete geschlossen zu werden. Eine Empfehlung aus Japan, die zwischenzeitlich selbst zur virtuellen Vergangenheit geworden ist:

Immerhin, es scheint eine neue Heimat gefunden zu haben. Ein neuer Kreis zu seiner Zeit?

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